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Was die von WLV und RWE gemeinsam in Südlohn geplante Biogas-Großanlage angeht, so betonte Röring noch einmal die Notwendigkeit einer solchen Anlage, die der Vredener als „Düngerverarbeitungsanlage“ bezeichnete.

Durch die vom Südlohner Rat erlassene Veränderungssperre sei der Zeitplan zwar „etwas zurückgeworfen worden“, aber im Grundsatz sei man „auf einem guten Weg, das hinzukriegen“.

Einen neuen Zeitplan mochte der WLV-Kreisverbandsvorsitzende aber nicht nennen. Auf einem gutem Weg befinde sich auch die kürzlich angestoßene sogenannte Branchenvereinbarung. Mit der wollen - wie berichtet - WLV, Kreis und Kommunen im Vorfeld mögliche Knackpunkte bei der weiteren Planung von Ställen und Betrieben beiseite räumen. Die Vereinbarung werden auch zentrales Thema bei den Winterversammlungen sein.


Die RWE Innogy hat zwei Gesellschaften, die Biogas Münsterland GmbH sowie die Naturdünger Münsterland GmbH (NDM) gegründet. Foto: Quelle RWE Innogy

Professor Fritz Vahrenholt VorsitzenderGeschäftsführung der RWE Innogy

Die Biogas Münsterland soll später nur noch zu 50 % der RWE Innogy GmbH gehören. Die zweite Hälfte soll die "grüne" Seite übernehmen. Hier wird lt. WLV eine Beteiligungsgesellschaft gegründet, die als Kapitalgesellschaft die sich beteiligenden Landwirte und andere Vertreter der grünen Branche zusammenfasst.

Dr. Blanke (hier links im Bild) ist Geschäftsführer der Biogas Münsterland GmbH und Leiter Biogas der RWE Innogy GmbH. Herr Graulich (nicht im Bild) von der RWE Innogy GmbH ist für die Projektentwicklung verantwortlich. Rechts im Bild Jürgen Koppetsch von der Firma GKE Consult GmbH.

Foto: Münsterland Zeitung

Die NDM soll im Laufe des Jahres ebenfalls dem WLV übergeben werden und wird später für die Substratbeschaffung sowie die Gärrestverwertung zuständig sein.

Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt 04/2010


Gegenüber dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt (Ausgabe 04/2010) schätzt der WLV die derzeitige Beteiligung der Landwirte bei ca. 3 Mio. Euro.

Jörg Sümpelmann WLV Kreisgeschäftsführer - Foto WLV

Bis wann die Landwirtschaft Ihren Teil übernommen haben muss bzw. was passiert, wenn sie die geplanten 9 Mio. Euro nicht zusammen bekommen, ist noch nicht geklärt.


Südlohn - Anlässlich der Veranstaltung der CDU am 06.04.2010 auf dem Hof Schlüter war u.a. Johannes Röring geladen.

Erste Reaktionen auf Aussagen der Landwirte anlässlich dieser Veranstaltung finden Sie in der Rubrik Leserbriefe. Die BI hat die Gelegenheit genutzt und im Anschluss im Haus Wilmers ein zweistündiges Gespräch mit Johannes Röring und Heinrich Emming geführt.

Hier wurden die Standpunkte der Südlohner Bevölkerung und die Standpunkte der Landwirtschaft nochmals kontrovers diskutiert. Deutlich wurde, das die geplante Anlage an diesem Standort von der Südlohner Bevölkerung nicht gewünscht wird.


Im Geschäftsfeld Biogas ist bei der WLV Service GmbH Doris Nienhaus als staatlich geprüfte Betriebswirtin unter anderem für das Projekt in Südlohn zuständig.