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Nach dem Motto "Nur nicht vor meiner Haustür" könnte man meinen, dass es generell an der Akzeptanz mangelt. Wir haben aber immer wieder betont, dass wir keineswegs grundsätzlich gegen Biogas sind.

Wir haben im Kreis Borken die größte Leistungsdichte an Biogasanlagen in ganz NRW mit 20.39 kw je 100 ha Landwirtschaftsfläche (Quelle: LM NRW). Bereits heute liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien im Kreis Borken insgesamt bei 34 %. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 17 % und in NRW sogar bei nur 9 % (Quelle: Energy Map)

Auch in anderen Bereichen sind wir noch ! - mehr oder weniger - tolerant. Wir haben im Kreis Borken das Brennelementezwischenlager in Ahaus und auch die Urananreicherungsanlage in Gronau. Zusätzlich sehen wir uns ganz aktuell mit dem Thema Erdgasbohrung und Fracking und seit je her auch mit einer Vielzahl an Intensivtierhaltungsbetrieben konfrontiert.


Bei der aktuellen Entwicklung der Mastplätze jedoch, speziell in den letzten 5 Jahren, kommt es immer mehr zu Konflikten. So stieg die Anzahl der Schweinemastplätze in diesem Zeitraum um mehr als 38 % auf ca. 1,25 Mio. Ende 2010.

Die Zahl der Plätze für Masthähnchen stieg um 66 % und die Zahl der Mastplätze für Legehennen hat sich im gleichen Zeitraum sogar mehr als verdoppelt.

Wir sind davon überzeugt, dass im Falle der Realisierung dieses Anlagenkonzeptes durch RWE Innogy und WLV, ganz gleich an welchem Standort, es unweigerlich zu neuen Intensivtíerhaltungsbetrieben mit allen Folgen für Mensch und Umwelt kommen wird. Die Anlage würde also nicht die Lösung für das genannte Gülleproblem, sondern Sie würde das Problem auf Dauer sogar verschärfen.

In Teilbereichen von Südlohn darf bereits heute nicht mehr gebaut werden, da Immissionsgrenzen erreicht sind. Neu ausgewiesene Baugebiete sind teilweise im Augenblick nicht nutzbar.


Anlässlich der diesjährigen Haupttagung in Göttingen wurde die "Göttinger Erklärung" verfasst. Zitat "...Das gesundheitliche Risiko, das von Biogasanlagen ausgeht, muss von den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen zur Kenntnis genommen werden. Es besteht unbedingter Handlungsbedarf."

Auch das landwirtschaftliche Wochenblatt hat sich in seiner Ausgabe 19/2010 unter der Überschrift "Botulismus durch Gärreste?" mit dem Inhalt der Göttinger Erklärung auseinandergesetzt.

Die Göttinger Erklärung im pdf - Format finden Sie hier:

http://www.ava1.de/pdf/ava_goettinger_erklaerung.pdf

Quelle: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)


Mit einer Beteiligung von 38 % ist die RWE am örtlichen Versorger SVS beteiligt. Im Geschäftsjahr 2009 betrug das Eigenkapital ca. 15,7 Mill Euro und das Ergebnis ca. 1,3 Mill. Euro. (Stand 31.12.2009)